Und hier ein Brief von Gunnar Scholz, dem Präsidenten unserer Freikirche in Berlin-Mitteldeutschland (3. 4. 2020)

Liebe Geschwister,

in wenigen Stunden oder Minuten beginnt wieder ein Sabbat, an dem wir uns nicht in die Arme nehmen oder uns herzlich die Hände schütteln können. Dafür treffen wir uns wieder in „Face Time“, Zoom, Skype, Telefon oder durch einen Brief. Ja, wir schreiben uns wieder. 

Heute zum Sabbatanfang möchte ich euch einen Brief schreiben. Diesen Brief schreibe ich auch im Namen von Jens Fabich und Carsten Köhler.  Wir wünschen euch, dass ihr Frieden und Freude habt in euren Heimen mit euren Lieben in der Nähe und Ferne. Gott unser Vater macht das möglich.

Wenn wir zusammen beten, das machen wir z.B. in unseren Zoom-konferenzen, dann danken wir Gott dem Vater unseres Herrn Jesus Christus für euch. 

Wir staunen über die Kreativität, wie ihr trotz des Getrenntseins Gemeinschaft bildet, füreinander da seid, euch helft und füreinander und miteinander betet. 

Wir danken für eure Gelassenheit und Hoffnung, dass Gott auch diese Situation in seinen Händen hält. 

Wir danken, dass ihr euch durch Polemik und Verschwörungstheorien nicht verrückt machen lasst. 

Wir danken Gott, dass die Personen, die diese Epidemie bagatellisieren wollen, kein Gehör finden.  

Wir danken Gott für eure Pastorinnen und Pastoren, die jetzt ganz anderes arbeiten und die Verbindung zu euch halten, indem sie Briefe schreiben, mit euch am Telefon reden, virtuelle Gottesdienste planen, sich medial vernetzen und für so manch einem auch einkaufen gehen. 

Wir danken, für unsere Mitarbeiter in den Büros, die sich um die Verwaltung kümmern Telefondienste schieben, und ansprechbar sind für die vielen Probleme dieser Zeit. 

Wir danken Gott für die Mitarbeiter in unseren Altersheimen und im Krankenhaus Waldfriede, die ihre Arbeit verrichten und dabei an und über ihre Grenzen gehen. 

Wir danken und beten für alle, die uns heute versorgen und sich darum kümmern, dass wir immer genug haben. 

Wir haben wirklich allen Grund zu danken. 

Aus diesem Dank heraus können wir unsere Wege gehen ohne genervt zu sein, ohne den Mut zu verlieren. Gott ist der Herr und wir werden wieder zusammenkommen.

Diesen Briefanfang habe ich bei Paulus abgeschaut. 

Er sitzt in Rom fest. Er steht unter Hausarrest, fast so wie wir heute. Der Grund ist ein anderer.

Er sitzt wegen seines Glaubens zu Hause fest. Wir wegen eines lebens-bedrohlichen Virus. 

Gefangen in den eigenen 4 Wänden. 

Ein alter Mann sagte in einem Interview, „wenn man wenigstens dagegen kämpfen könnte…“ 

Wir stehen fast ohnmächtig dieser Situation gegenüber – wie Paulus damals. Diese Gefangenschaft nutzt er zum Schreiben. 

Seine Briefe sind Zeugnis seiner Hoffnung, seiner Liebe zu seinen Geschwistern, seiner Gewissheit, dass Gott die Zukunft gestaltet. Ja sie sprühen von Lebendigkeit – trotz seiner schwierigen Situation. Und er beantwortet die Frage: Was zählt gerade jetzt? Paulus ist überzeugt. Christus allein zählt! 

In dem Brief an die Philipper warnt er seine Schwestern und Brüder vor falschen Lehrern, die die Gemeinde zerstören wollen und mit falscher Hoffnung hausieren gehen. Paulus setzt dagegen einfach ein klares „Nein“. Wir gehören Gott. Wir verlassen uns auf Christus. Das ist 

Grund zur Freude!

Paulus schreibt: (und ich übertrage das mal ins Heute)Leute, ihr könnt jetzt vor Freude in euren Zimmern tanzen, weil ihr mit Jesus lebt!  Ich schreib das jetzt noch mal: Tanzt, ruft euch an, schickt euch Bilder, schreibt euch vor Freude, weil ihr zu Jesus gehört! Alle können das mitbekommen, wie cool und verantwortungsvoll ihr mit der Situation umgeht, dass ihr nett zueinander seid und so. Jesus kommt bald zurück!

Leute, macht euch echt nicht über alles einen Kopf! Wenn ihr ein Prob-lem habt, dann geht damit zu Gott. Man kann ihn um alles bitten und sich dafür bei ihm bedanken. (nach Phil 4 4-6)

Das schreibt Paulus aus seiner „Quarantäne“ an die Philipper. Dem können wir nur zustimmen.

Wir erleben gerade eine einzigartige vorösterliche Fastenzeit, in der Aufmerksamkeit erhält, was wirklich zählt. 

Lasst uns dankbar sein und uns an diesem Sabbat freuen. Diese Freude möge uns und anderen zum Segen werden.

Mit herzlichen Grüßen euer Bruder Gunnar Scholz

Ansprache Johannes Näthers, dem Vize-präsidenten der Adventgemeinden in Deutschland vom 3. April 2020

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